Musik begleitet mich nicht – sie bestimmt mein Leben.
Seit meiner Kindheit ist Musik für mich weit mehr als ein Beruf. Sie ist Ausdruck, Handwerk, Forschung und immer wieder auch eine Möglichkeit, Dinge zu entdecken, für die es zunächst keine Worte gibt.
Ich bin Dirigent und musikalischer Leiter, Pianist und Korrepetitor, Komponist sowie Musikpädagoge und Coach. In all diesen Bereichen geht es mir letztlich um dasselbe: Musik lebendig werden zu lassen – und ihre Wirkung wirklich zu verstehen.

Was mich als Musiker auszeichnet
Eine meiner besonderen Stärken liegt darin, Musik schnell als Ganzes zu erfassen. Ich kann umfangreiches Notenmaterial rasch überblicken, Strukturen erkennen und herausfinden, worauf es musikalisch im Kern ankommt.
Das gilt auch beim Blattspiel: Ich kann mich sehr schnell in unbekanntes Material einarbeiten und es unmittelbar musikalisch umsetzen. Gleichzeitig sehe ich Noten für mich nicht als unveränderliche Vorgabe. Ich arbeite mit ihnen, gestalte sie, nehme mir die Freiheit, musikalische Ideen weiterzuentwickeln und mich – wo es sinnvoll ist – auch wieder von ihnen zu lösen.
Das zeigt sich besonders in meiner Fähigkeit zu Improvisation, Begleitung und spontaner musikalischer Reaktion.
Meine zweite große Stärke ist die stilistische Vielfalt. Ich bin nicht ausschließlich in einer musikalischen Welt zu Hause. Klassik, Oper, Musical, Chanson, Jazz, Pop, Theatermusik und geistliche Musik haben mich auf unterschiedliche Weise geprägt.
Dabei geht es mir nicht darum, jeden Stil akademisch perfekt zu beherrschen. Meine Stärke liegt vielmehr darin, die musikalische Sprache eines Stücks schnell zu erfassen und mich auf ihren Charakter einzulassen.
Und was ist nicht meine Stärke?
Ich bin wahrscheinlich nicht der Pianist, dessen größtes Markenzeichen die absolute technische Perfektion ist – das makellose Abspielen eines Werkes, bei dem jeder Ton unter allen Umständen exakt und unangreifbar sitzt.
Natürlich ist mir musikalische und technische Qualität wichtig. Aber mein eigentlicher Schwerpunkt liegt woanders:
Ich möchte Musik nicht nur richtig spielen. Ich möchte, dass sie lebt.
So suche ich in jeder Stilrichtung nach den Freiheiten, nach dem, was nicht unmittelbar aus den Noten hervor geht. Denn diese Freiheiten bauen die Brücke zwischen der Komposition und dem Herz des Hörers.
Denn genau diese Art des musikalischen Denkens hat mir immer wieder Tätigkeiten ermöglicht, bei denen nicht nur ein perfekter Pianist gefragt war, sondern jemand, der schnell reagieren, mitdenken, gestalten und Verantwortung für das Ganze übernehmen kann.
Als Korrepetitor, musikalischer Leiter, Ensembleleiter oder Komponist ist diese Fähigkeit immer wieder entscheidend gewesen.
Von der Bühne zur eigenen Musik
Mein musikalischer Weg begann früh. Bereits als Kind beschäftigte ich mich mit Klavier und Komposition; später kamen Dirigieren und Chorleitung hinzu. Von 1981 bis 1992 erhielt ich privaten Unterricht in Klavier, Komposition und Dirigieren bei Sergei Celibidache und Konrad von Abel in München.
Seitdem hat mich die Musik durch ganz unterschiedliche Welten geführt: vom Klavier und der Korrepetition über Oper, Musical und Schauspiel bis hin zu Konzert, Chanson, Chor und eigener Komposition.
Ich war am Stadttheater Fürth an Opernproduktionen beteiligt, habe dort Sängerinnen und Sänger bei Vorsingen begleitet, war als musikalischer Leiter und Korrepetitor an der Comödie Fürth tätig und habe zahlreiche Musical- und Theaterproduktionen musikalisch mit einstudiert.
Als Pianist habe ich Künstlerinnen und Künstler auf Bühnen in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und der Schweiz begleitet. Dazu gehören unter anderem langjährige musikalische Zusammenarbeiten mit Dany Tollemer, Thilo Wolf, Martin Rassau, Volker Heißmann, Andrea Lipka und Wolfgang Saus.
Komponieren heißt für mich: eigene Welten erschaffen
Parallel zu meiner praktischen Arbeit ist die Komposition immer ein wesentlicher Teil meines Lebens geblieben.
Ich habe Musicals, Theatermusiken, Chor- und Konzertwerke geschrieben. Einige davon haben eine bemerkenswerte Bühnenlaufzeit erreicht: „Christa“ wurde 72-mal aufgeführt, „Norika“ 50-mal, „Der Seelenhändler“ 46-mal.
Dabei interessiert mich besonders die Verbindung verschiedener musikalischer Ebenen: Stimme und Schauspiel, Sprache und Musik, Bühne und Konzert – aber zunehmend auch die Frage, was hinter unseren gewohnten musikalischen Systemen liegt.
Die Frage hinter der Musik
Aus dieser Suche ist in den vergangenen Jahren die Universelle Musik entstanden.
Ich beschäftige mich mit Tonsystemen, reinen Stimmungen, Rhythmus und den mathematischen und physikalischen Beziehungen, die Musik zugrunde liegen. Daraus entstehen nicht nur theoretische Überlegungen, sondern auch Kompositionen, Konzerte und die Entwicklung einer eigenen praktischen Notation.
Denn für mich gehört beides zusammen:
Musik muss gedacht, verstanden und erlebt werden können.
Genau an dieser Schnittstelle zwischen musikalischer Praxis und Forschung liegt heute ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit.
Menschen auf ihrem musikalischen Weg begleiten
Seit 1995 unterrichte ich Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ich habe Pianisten, Sängerinnen und Sänger begleitet, Ensembles geleitet, Musiktheorie und Gehörbildung vermittelt und Künstler auf Auditions, Aufnahmeprüfungen und Bühnenproduktionen vorbereitet.
Dabei habe ich immer wieder erlebt, dass musikalische Entwicklung an einem bestimmten Punkt über das reine Erlernen von Technik hinausgeht.
Manchmal geht es um Ausdruck.
Manchmal um Selbstvertrauen.
Manchmal um die Fähigkeit, wirklich zuzuhören.
Und manchmal um etwas, das sich musikalisch bemerkbar macht, aber musikalisch allein nicht zu erklären ist.
Genau dort beginnt für mich ein neues Forschungsfeld.
Wohin es weitergeht
Ich möchte meine musikalische Arbeit in Zukunft noch stärker mit einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen verbinden.
Dazu beschäftige ich mich unter anderem mit Innerwise und anderen Ansätzen, die neue Perspektiven auf Wahrnehmung, persönliche Entwicklung und die Zusammenhänge zwischen Körper, Psyche und Ausdruck eröffnen.
Mich interessiert dabei besonders die Frage:
Kann das, was wir in der Musik als Stimmung, Schwingung, Rhythmus und Resonanz erleben, auch neue Zugänge zum Menschen eröffnen?
Ich möchte besser verstehen, was geschieht, wenn musikalische Wahrnehmung über das unmittelbar Hörbare hinausgeht – und wie Körper, Seele, Wahrnehmung und Ausdruck miteinander in Beziehung stehen.
So führt mich mein Weg gewissermaßen wieder zu einem Gedanken zurück, der mich schon lange begleitet:
Alles muss zusammenstimmen.
Musik ist dabei nicht das Ende der Suche, sondern vielleicht mein Zugang zu etwas Größerem..